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Altmedikamente gehören nicht in die Toilette 02.03.2018 


Altmedikamente zählen zum Siedlungsabfall und können im Ilm-Kreis in den Restabfallbehälter entsorgt werden. Der Restabfall aus dem Ilm-Kreis wird in einer Verbrennungsanlage beseitigt. Dadurch werden die biologisch aktiven Bestandteile von den Medikamenten zerstört bzw. inaktiviert und können nicht mehr in unsere Umwelt gelangen. Der Entsorgungsweg ist umweltbewusst und sicher. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Tabletten, Salben oder Flüssigkeiten handelt. Auf gar keinen Fall dürfen die Altmedikamente in die Toilette oder Spüle gegeben werden, das gilt auch für flüssige Arzneimittel, wie z. B. Tropfen oder Säfte.

Eine Ausnahme stellt die Entsorgung von Zytostatika dar. Diese sind gesondert zu entsorgen, da es sich hierbei um erbgutverändernde, krebserregende und anderweitig gefährliche Abfälle handelt. Solche Abfälle fallen normalerweise nicht in Haushalten an. Sollten dennoch Fragen zur Entsorgung von Zytostatika aus Haushalten aufkommen, gibt die Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes Auskunft.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Altmedikamente nicht in die Hände von Unbefugten oder Kindern gelangen, um einer Wiedergewinnung bzw. einem Missbrauch sowie einer Gefährdung Dritter vorzubeugen. Deshalb wird empfohlen, die Altmedikamente vor der Entsorgung so einzupacken, dass sie nicht sichtbar sind (z. B. in Zeitungspapier oder Plastiktüten). Auch flüssige Reste von Arzneimitteln können gut verschlossen in den Restabfallbehälter gegeben werden. Das Ausspülen von Glasbehältern, in denen sich Arzneimittelrest befinden, ist nicht notwendig. Pappschachteln und Beipackzettel sind vorher zu entfernen und in der Papiertonne zu entsorgen. Tabletten sollen nicht aus ihrer direkten Verpackung (z. B. Blister) gelöst werden.

Die Abgabe von nicht verbrauchten Medikamenten ist auch über die Apotheken möglich. Allerdings nehmen nicht alle Apotheken Altmedikamente zurück. Dies ist eine freiwillige Leistung, eine gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme gibt es nicht. Deshalb sollten Sie sich vorher bei der Apotheke erkundigen, ob Altmedikamente angenommen werden oder nicht.

Die Arzneimittel gelangen vor allem über das Abwasser in die Umwelt und belasten somit Flüsse, Böden sowie auch das Grundwasser. Somit besteht auch die Gefahr, dass die Wirkstoffe der Medikamente in das Trinkwasser gelangen können. Mit der richtigen Entsorgung können Sie dazu beitragen, die Umwelt vor einer gefährlichen Verschmutzung zu schützen. Wenn Sie sich bei der Entsorgung von Altmedikamenten an die genannten Grundsätze halten, werden Sie Ihrer Verantwortung für die ordnungsgemäße Entsorgung gerecht.

Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis