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Abfallentsorgung bei frostigen Temperaturen
19.11.2019

Wenn die Temperaturen unter null Grad sinken, erreichen den Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis (AIK) immer wieder Anfragen von Bürgern, weil einzelne Abfallbehälter nicht vollständig geleert wurden. Dies passiert, wenn die Bioabfälle in den Biotonnen oder Abfälle in den Restmüllgefäßen festgefroren sind.

Häufig verursachen nasses Laub, andere feuchte Gartenabfälle sowie feuchte Asche schon bei geringem Frost ein Festfrieren am Abfallbehälter. Die Schüttung am Entleerungsfahrzeug ist so eingestellt, dass der Behälter mehrmals anschlägt. Trotzdem kommt es vor, dass einzelne Behälter nicht vollständig geleert werden können. Grundsätzlich trägt der Grundstückseigentümer bzw. Nutzer der Abfallbehälter die Verantwortung, dass die Abfallbehälter ohne Schwierigkeiten und Zeitverlust geleert werden können (§ 24 Abs. 5 Abfallwirtschaftssatzung des Ilm-Kreises). Daher appelliert der AIK an alle Bürgerinnen und Bürger, auf die richtige Befüllung zu achten.
Grundsätzlich sollte es vermieden werden, nasse Bioabfälle, speziell sehr feuchte Küchen- oder Gartenabfälle, in die Biotonne einzugeben. Es wird empfohlen, die Bioabfälle abtropfen zu lassen und mit Zeitungs- oder Küchenpapier zu umwickeln. Dabei ist es wichtig, die Bioabfälle keinesfalls in die Tonne zu pressen. Weiterhin kann die Biotonne nach der Leerung mit etwas geknülltem Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier) oder Pappe ausgelegt werden, um die Feuchtigkeit zu binden. Auch als Zwischeneingabe ist Knüllpapier in geringen Mengen geeignet. Hierdurch wird das starke Verdichten der Bioabfälle verhindert und auch die Feuchtigkeit, die das Gefrieren begünstigt, wird gebunden.
Festgefrorene Abfälle können vorsichtig mit einem Spaten von der Innenwand gelöst werden. Den Beschäftigten der Entsorgungsunternehmen ist es aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen untersagt, die Abfälle in den Biotonnen mechanisch zu lösen, um eine vollständige Entleerung abzusichern. Das Lockern der Abfälle im Behälter ist Aufgabe des Nutzers.

Sollte es dennoch passieren, dass der Abfallbehälter wegen Frost und/oder starker Verdichtung nicht vollständig geleert wurde, besteht kein Anspruch auf eine gebührenfreie Nachentleerung durch die beauftragten Dritten des Ilm-Kreises.
Um Entsorgungsengpässe zu vermeiden, gibt es die Möglichkeit, im AIK Restabfallsäcke für 1,15 Euro (40 Liter) bzw. 2,00 Euro (70 Liter) und Bioabfallsäcke für 1,50 Euro (120 Liter) pro Stück zu erwerben. Diese können zu den Entsorgungsterminen neben den jeweiligen Abfallbehältern zur Abfuhr bereitgestellt werden.

Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis