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Sonderabfälle abstellen kann eine Straftat sein
17.05.2018

Offensichtlich ist es einigen Bürgern im Ilm-Kreis immer noch nicht klar, was sie anrichten können, wenn sie ihre teilweise hoch gefährlichen Schadstoffe am Standplatz lange vor dem Abgabetermin abstellen. Dieser Tatbestand wurde bei der derzeit stattfindenden mobilen Sammlung von Sonderabfallkleinmengen im Ilm-Kreis festgestellt. Wenn das Mobil zur festgelegten Zeit am Standplatz ankommt, stehen bereits Berge von Sonderabfällen dort. Die Abfallbesitzer sind weit und breit nicht zu sehen. So geschehen am Montag und Dienstag in den Ortschaften Gräfenroda am Dörrberg und am Bahnhof, Plaue, Dosdorf, Gossel, Espenfeld und Siegelbach. Besonders gefährlich wird es, wenn z. B. Säuren oder Laugen einfach am Straßenrand abgestellt werden. Es besteht die Gefahr, dass Flüssigkeiten auslaufen, schädliche Substanzen freigesetzt werden oder spielende Kinder mit giftigen oder explosiven Chemikalien in Kontakt kommen. Das ist kein Kavaliersdelikt mehr, hier kann es sich um eine Straftat handeln!  

Sonderabfallkleinmengen dürfen deshalb nicht einfach abgestellt werden, sondern müssen persönlich dem Personal des Schadstoffmobiles am festgelegten Standplatz und zur angegebenen Uhrzeit übergeben werden. Wer die Abgabezeiten in der Woche nicht nutzen kann, hat an jeweils zwei Samstagen im Jahr die Möglichkeit, die Sonderabfallkleinmengen am Mobil am Wertstoffhof in Arnstadt bzw. Ilmenau abzugeben. Am kommenden Samstag steht das Mobil am Wertstoffhof des Marienstift in Arnstadt, Am Kesselbrunn 46 b und am Samstag, dem 26. Mai, auf dem Wertstoffhof der Ilmenauer Umweltdienst GmbH, Ratsteichstraße 2 in Ilmenau, jeweils von 09:00 bis 12:00 Uhr. 

Auch einige Gewerbetreibenden halten sich nicht an die Vorgaben, eine Abgabe von Sonderabfallkleinmengen am Mobil vorher im Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis (AIK) anzumelden. Das hat zur Folge, dass durch die oftmals großen Mengen der Platz auf dem Mobil nicht ausreicht, das Gewerbe muss auf den nächsten Sammeltermin verwiesen werden. 

Der AIK bittet die Bevölkerung, die Augen offen zu halten. Wenn Sie beobachten, dass jemand Sonderabfälle wie z. B. Farbeimer, Flaschen mit Chemikalien, Batterien o. a. einfach am Straßenrand abstellt, dann informieren Sie den AIK. Unter der Telefonnummer 03628 738-921 werden die Anzeigen entgegengenommen. 

Das Schadstoffmobil fährt zweimal im Jahr durch den gesamten Landkreis. Die Termine und Standzeiten für Ihren Wohnort erfahren Sie in der Broschüre „Leitfaden der Abfallwirtschaft im Ilm-Kreis 2018“ sowie unter Termine auf der Homepage. Pro Anlieferer werden bis maximal 100 kg Sonderabfall angenommen. Einzelbehältnisse dürfen 30 kg nicht überschreiten. Flüssigkeiten sind unbedingt in geschlossenen Gefäßen anzuliefern. Es gilt ein generelles Vermischungsverbot. Diese Anforderungen sind notwendig, um den weiteren sachgemäßen Umgang mit den Abfällen bei dem Transport und der Beseitigung sicherzustellen. Gewerbliche und öffentliche Einrichtungen können die mobile Schadstoffsammlung im Ilm-Kreis ebenfalls zur Entsorgung nutzen. Wichtig ist die vorherige schriftliche Anmeldung beim Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis einen Monat vor der Sammlung. Bei größeren Mengen (100 bis 500 kg) kann die Entsorgung bei den vom Landkreis beauftragten Dritten laut deren Preisliste vereinbart werden.

 Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis